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Auch im Lutherjahr: Kirche bleibt inländerfeindlich(2)

Die inländerfeindliche Haltung der Kirchen ist kein Phänomen, das erst mit mit dem Asyl-Tsunami der letzten drei Jahre entstanden wäre. Im zweiten Teil unserer vollständigen Wiedergabe eines Artikels von 1986, aus der heute nicht mehr existierenden patriotischen Zeitschrift „Der Bismarck-Deutsche“, wird deutlich, dass die Kirchen – in diesem Fall die protestantische – bereits vor dreißig Jahren eine bedingungslose „Ausländer-Rein-Politik“ verfolgt haben.

Der Text, der in diesem Zusammenhang durchaus als zeitgeschichtliches Dokument betrachtet werden darf, belegt das Vorhandensein einer „Willkommenskultur“ in kirchlichen Kreisen – auch wenn dieser Begriff für die kritiklose Akzeptanz einer ungezügelten Masseneinwanderung damals noch nicht existierte. Der Autor, Gerd Zikeli – selbst ein Ex-Pastor – kritisiert darin die Asyl- und Einwanderungspolitik der EKD scharf. Der Text wurde unverändert in der alten Rechtschreibung belassen – lediglich einige Zwischenüberschriften wurden hinzugefügt.

Der Bismarck-Deutsche. Organ der Deutschen Freiheitsbewegung, Ausgabe 9/September 1986

Asylanten-Papier der EKD: Kirche bleibt inländerfeindlich

Nun hat sich die EKD erneut zu Wort gemeldet. Am 2. September übergab sie in Hannover der Öffentlichkeit ein Dokument, worin sie für die weitere Aufnahme von Asylanten plädiert, unbesehen der Motive, die diese für das Verlassen ihrer Heimat und ihren Einzug in der Bundesrepublik vorbringen. Sie hält der Bundesregierung, die endlich zu erkennen gegeben hat. daß sie angesichts des zunehmenden Unwillens und des umsichgreifenden Widerstandes in der Bevölkerung eine Eindämmung des Ausländer-, vor allem des Asylantenzustroms für geboten hält, (und sich hoffentlich auch zu entsprechenden Maßnahmen durchringen wird!), vor, die damit verbundenen Probleme zu überschätzen, zu dramatisieren und – „etwa zu Wahlkampfzwecken“ – zu mißbrauchen.

EKD forderte bereits 1986 „Willkommenskultur“

Für die EKD sind die Aufnahmemöglichkeiten für Asylanten noch lange nicht erschöpft. Für die Ängste der deutschen Menschen, in erster Linie aus der Tatsache erwachsend, daß für 2 Millionen Arbeitslose des eigenen Volkes noch immer keine berufliche Beschäftigung gefunden werden konnte, aber auch aus der Erkenntnis, daß das in unserem Staat geflochtene soziale Netz nicht unbegrenzt belastbar ist, zeigt sie keinerlei Verständnis. Diese Ängste, so wird von ihr behauptet, würden in öffentlichen Diskussionen lediglich herbeigeredet und minderten die Bereitschaft der Deutschen, die Asylanten in der sich ziemenden Weise anzunehmen. Zu krasser Desinformation läßt sie sich schließlich mit ihren Hinweisen auf Daten und Statistiken der UNO verleiten. Diese hätte ermittelt, daß die Bundesrepublik bisher nur 126.000 Flüchtlinge aufgenommen habe, was lediglich einem Anteil von 0,2 Prozent der Bevölkerung entspräche. Demgegenüber habe Schweden bisher 90.000 Flüchtlinge aufgenommen, was 1,1 Prozent der Gesamtbevölkerung gleichkomme. Vom Bundesinnenministerium wurden diese Zahlen inzwischen als eindeutig falsch bezeichnet und die mit ihnen operierende Argumentation zurückgewiesen. Nach dem Stand vom Juni 1986 leben rund 673.000 Asylsuchende und Flüchtlinge in der Bundesrepublik!

Versuch, Masseneinwanderung theologisch zu untermauern

Selbstverständlich darf auch im jüngsten Kirchen-Papier nicht auf die „theologische“ Untermauerung der den Interessen des eigenen Volkes zuwiderlaufenden Propaganda verzichtet werden. So beruft man sich auf das „Liebesgebot Jesu“ (wo hat er sich dafür ausgesprochen, daß ein Volk, ein Land sich einer Ausländer-Invasion nicht widersetzen dürfe?) und die „Gleichheit aller Menschen “. Indessen, welche „Gleichheit“ wird hier gemeint? Die der christlichen Gleichheitslehre? – die freilich nur eine Gleichheit vor dem Urteil und unter der Gnade Gottes kennt! Oder nicht vielmehr die der Ideologie des Internationalismus?! – die die in die Schöpfung gesetzten natürlichen Schranken zwischen Rassen und Völkern verleugnet.

In seiner lesenswerten Schrift „Alarm in der Kirche“ 1971 im blick + bild Verlag für politische Bildung erschienen, hat Pfarrer Alexander Evertz treffend festgestellt: „Auch die geordnete Aufgliederung der Menschheit in Völker und Nationen gefällt den revolutionär gestimmten Geistern in der evangelischen Kirche nicht. Sie stellen sich diesem Tatbestand gegenüber stocktaub. Er entspricht nicht ihrem Geschmack. Sie fragen verdrossen, warum es überhaupt Völker und Vaterländer geben müsse. Man kann nicht behaupten, daß diese Einstellung biblisch vertretbar sei. In 1. Mose 10,5 heißt es ausdrücklich, daß sich die Menschen nach dem Willen des Schöpfers ausgebreitet haben ,nach ihren Ländern, ihren Sprachen, je nach Geschlechtern geordnet in Völkern‘. Psalm 86.9 lesen wir: ,Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und anbeten vor dir‘. In seiner Areopagrede erklärt der Apostel Paulus, daß die Völkergrenzen Gott zum Urheber haben (Apg. 17,26) Er selbst nennt sich nicht ohne Stolz einen Hebräer. (2. Kor. 11,22) Und in Off. Joh. 21,24 wird von der oberen Gottesstadt gesagt: ,Die Völker werden wandeln in ihrem Licht … und man wird die Pracht und die Herrlichkeit der Völker in sie einbringen.‘ … Daß wir zu unserem Volk gehören, ist nicht von ,Seiner Majestät dem Zufall‘ so geordnet, sondern von Gott, unserem Herrn und Schöpfer. Wenn das heute in der evangelischen Kirche der Geringschätzung preisgegeben wird, dann ist solche Einstellung nicht biblisch begründet. Man tutet lediglich in die Hörner der Zeitmeinung.“

Verrat der evangelischen Kirche

Es ist nicht anzunehmen, daß unser Volk den anhaltenden Verrat der evangelischen Kirche an seinen zentralen Lebensinteressen endlos tolerieren wird. Die zunehmenden Kirchenaustritte haben ihr offenbar noch nicht zu Denken gegeben und sie zu einer Revision ihrer inländerfeindlichen Haltung bewogen. Man hat ihr schon bald nach Kriegsende den Vorwurf machen müssen, sich wie die „fünfte Besatzungsmacht“ in Deutschland aufzuführen, und sie hat es tatsächlich verstanden, in diese Rolle immer überzeugender hineinzuwachsen. Es kann ihr heute schon prophezeit werden, daß sie die Quittung dafür noch empfangen wird.

Gerd Zikeli