Mein Freund ist Ausländer
Bild Autor Gabriel wie Nahles an Volk uninteressiert

Bertelsmann-Studie – Ruf nach Masseneinwanderung

Die etablierten Parteien sind sich einig darüber, daß die BRD eine ständige Zuwanderung von Menschen aus dem Ausland, und zwar auch aus dem Nicht-EU-Ausland, braucht. Alternativen dazu werden nicht thematisiert. Nun veröffentlichte die Bertelsmann-Stiftung eine Studie, wonach die BRD bis 2060 jährlich 260.000 Einwanderer brauche, die überwiegend aus anderen Kontinenten kommen sollten.

Für die etablierten Parteien in der Bundesrepublik Deutschland ist es nicht die Frage, ob das Land ständig Zuwanderer braucht, sondern nur wie viele. Während vor allem linke Parteien die BRD als Einwanderungsland sehen, welches nicht nur von der Wirtschaft benötigte Arbeitskräfte aufnehmen soll, sondern auch Migranten jeder Art, die ihr Glück dort versuchen oder einfach ein besseres Leben in der Mitte Europa erheischen wollen, sehen CDU/CSU und FDP die Einwanderung primär als Mittel zur Stabilisierung des deutschen Arbeitsmarktes, damit die Wirtschaft „läuft“. Alternativen zum massenhaften und ständigen Hereinholen Fremder sehen die – selbsternannten – Parteien der Mitte jedoch nicht. Welche Herkunft der Arbeitnehmer in deutschen Landen hat, ist sämtlichen Altparteien egal.

Bertelsmann trommelt für Einwanderung

Der Ruf der Wirtschaft nach einem Überangebot an Arbeitskräften ist bekannt. Natürlich gibt es auch Branchen, in denen es seit geraumer Zeit zahlreiche freie Stellen gibt und deshalb Menschen mit entsprechender Qualifikation händeringend gesucht werden. Aus den Vorstandsetagen der Konzerne kommt daher die Forderung an den Staat, er möge dafür sorgen, daß genügend Fachkräfte ins Land kommen. Für die Bertelsmann-Stiftung war dies ein willkommener Anlaß, eine Studie in Auftrag zu geben, um auszuloten, wie hoch die Zahl der Zuwanderer pro Jahr sein müsse, damit der Arbeitsmarkt ausreichend Humanressourcen zur Verfügung hat. Als Aufgabe hat sich diese Stiftung des Privatrechts das Ziel gesetzt, eine Förderung von Bildung, Demokratie, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur und Wissenschaft zu betreiben. Bei einem Stiftungskapital von knapp 620 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro sowie einer Mitarbeiterzahl von 380 kann man schon einiges bewegen.
Als Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht die Stiftung den demographischen Wandel in der BRD, wobei sie sich auch klar positioniert, möchte sie doch „Integration und Vielfalt in der Gesellschaft“ fördern. Dazu fordert sie eine „umfassende und langfristig angelegte Migrationsarchitektur“ für Deutschland. Damit fungiert die reiche Privatstiftung also als eifrige Trommlerin für Multikulti und die Umwandlung der BRD in eine multiethnische Gesellschaft nach US-Vorbild. Und die USA dienen ihr natürlich in vielen Dingen als Schrittmacher. Hierdurch zeigt sich auch die transatlantische Ausrichtung dieser Einrichtung. Die Stiftung, deren Proponenten eng mit den Herrschenden vernetzt sind, mischt sich in die hohe Politik ein, so daß ihr der Journalist Thomas Schuler eine undemokratische Ausrichtung sowie Intransparenz vorwarf, was er in seinem Buch „Bertelsmannrepublik Deutschland – eine Stiftung macht Politik“ beschrieb.

Neoliberale Ausrichtung

Dies alles muß man bedenken, wenn man Veröffentlichungen aus dem Hause Bertelsmann liest. Besagte Stiftung hat eine neoliberale Ausrichtung und fördert daher Privatisierungen und Sozialabbau. Kein Wunder, daß vor allem Gewerkschaften das Treiben dieser Institution kritisieren. Diese steht somit auf der Seite des Großkapitals und sieht arbeitende Menschen lediglich als Humanressourcen, die beliebig austauschbar sind. Insofern ist es nur konsequent, wenn die Bertelsmann Stiftung das Rekrutieren billiger Arbeitskräfte aus fernen Kontinenten als einfachste Lösung zur Behebung des Problems „Offene Stellen in Deutschland“ empfiehlt. Bei der jüngst veröffentlichten Studie zum Thema Migration kam die Stiftung zu dem Schluß, daß bis zum Jahre 2060 jedes Jahr 260.000 Menschen in die BRD einwandern müßten, damit die Wirtschaft ihren Bedarf an Arbeitskräften befriedigen könne.
Dabei wird sogar aufgeschlüsselt, wie sich die Herkunft dieser Arbeitsmigranten zusammensetzen soll. Weniger als die Hälfte der 260.000 Personen, nämlich 114.000, sollen aus anderen EU-Staaten kommen, über die Hälfte hingegen, genau 146.000, soll man aus Nicht-EU-Staaten hereinholen. Interessanterweise liegt dieser Studie die Annahme zugrunde, daß die Geburtenrate in der BRD leicht ansteigt, was jetzt schon feststellbar sei, Männer und Frauen etwa in gleichem Umfang im Arbeitsprozeß seien und bis zum 70. Lebensjahr arbeiteten. Als Grund, warum das Gros der fremden Arbeitskräfte von außerhalb der EU geholt werden müßte, wird die sinkende Geburtenrate in den anderen EU-Staaten genannt. Von dort könnten nämlich nicht mehr so viele Personen auswandern wie bisher. Es geht also allein um das nackte Abschöpfen von Arbeitskräften, und zwar egal woher.

Trommeln fürs Einwanderungsgesetz

Laut Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger, kamen 2017 viel zu wenige Zuwanderer in die BRD. Er beziffert diese auf nur 38.000 und zählt damit nicht die sog. Flüchtlinge dazu, welche ein Mehrfaches dieser Zahl ausmachten. Drägers Forderung lautet deshalb: „Das Einwanderungsgesetz muß schnell verabschiedet werden.“ Seltsam, daß sich eine gemeinnützige Stiftung so penetrant in die Tagespolitik einmischt! Als Beispiel für ein Land, in dem es viele arbeitsame Menschen gibt, die dazulernen und nach Mitteleuropa auswandern wollen, wird Indien genannt. So sei dort das Goethe-Institute äußerst gefragt. Von diesem Subkontinent könne man unzählige IT-Experten holen. Jedenfalls meint der Wissenschaftler Axel Plünnecke vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, daß man den Blick dorthin fokussieren und seine Fühler rechtzeitig ausstrecken müsse: „Genau deswegen muß der jetzige Entwurf des Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes, so schnell es geht, kommen“, springt er Jörg Dräger bei.
Um beim Werben jedoch erfolgreich zu sein, müsse eine entsprechende „Willkommenskultur“ in Deutschland dazukommen, so Plünnecke. Das hört sich an wie die Forderung, welche der Staat etwa so empfinden muß: Wirtschaft befiehl, wir folgen! Auf Grund der Lobbyisten bei den etablierten, insbesondere derzeit regierenden Parteien in Berlin braucht man kein Prophet zu sein, um prognostizieren zu können, daß die Merkel-Regierung besagtes Gesetz so verabschieden werde, wie es die Wirtschaft wünscht. Übrigens nörgeln die Lobbyisten am bewährten deutschen dualen Ausbildungssystem herum, weil, wenn es um die Vergleichbarkeit und Anerkennung ausländischer Abschlüsse geht, diese nicht mit ersterem vom Niveau her mithalten können. Dies bedeutet, daß man sogar bereit ist, die Anforderungen in der jeweiligen Branche zu senken. Das Nachsehen hätte dann der Bürger, wenn etwa Zuwanderer ohne Lehre und Meisterbrief – Inländern gleichberechtigt – ein eigenes Gewerbe betreiben dürfen. Verkehrte Welt!