Sarrazin warnt vor Islamisierung
Bild Autor Thilo Sarrazin in Wien

Breite Zustimmung zu Sarrazins Warnungen in Wien

Viel Stimmung von führenden Politikern der FPÖ sowie einer aus Syrien stammenden Islamkritikerin erntete in Wien der Berliner Bestseller-Autor Thilo Sarrazin bei der Präsentation seines neuen Buches „Feindliche Übernahme“, wo er vor den Auswirkungen muslimischer Zuwanderung nach Europa warnte. Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und der Spitzenkandidat der FPÖ für die EU-Wahl, MdEP Harald Vilimsky, pflichteten dem Gast aus Berlin bei und nannten aus eigener Erfahrung Beispiele aus Wien und Brüssel. Die vom Islam zum Christentum konvertierte Deutsch-Syrerin Laila Mirzo verneinte die Reformfähigkeit des Islam. Ihr erstes Buch trägt daher auch den bezeichnenden Titel „Nur ein schlechter Moslem ist ein guter Moslem“.

Bei der Vortragsveranstaltung in Wien mit Thilo Sarrazin nahmen auch führende FPÖ-Politiker und eine in Syrien geborene Islamkritikerin zu den Thesen des früheren SPD-Politikers Stellung. Dieser hatte als Beispiel für die wachsende Islamisierung in deutschen Landen die Situation in Berlin-Neukölln beschrieben. Danach seien mittlerweile die Hälfte der Schüler dort Moslems. Wenn diese Entwicklung so anhält, rechnete der Bestseller-Autor vor, haben die Vertreter dieser Religionsgemeinschaft in nur zwei Generationen die Mehrheit in diesem Berliner Bezirk. Und da in einer Demokratie die Mehrheit entscheide, könnten Moslems dann auch politisch tonangebend werden. Hierin liege eine ungeheure Brisanz. Auch wenn es in der Bundesrepublik Deutschland unzählige Bestimmungen zur Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung von Menschen gebe, könnten bei anderen Mehrheiten viele dieser Normen geändert werden. Sarrazin wörtlich: „All unsere schönen Gesetze nützen dann nichts!“

„Probleme aggressionsfrei ansprechen!“

Nach Ansicht des Berliner Bestseller-Autors ist es erforderlich, die Probleme in unseren Breiten in Zusammenhang mit dem Islam umfassend, vorurteils- und aggressionsfrei anzusprechen. Das solle aber keine Einmischung in religiöse Belange bedeuten. Indem er den großen Schweizer Kulturwissenschaftler Jacob Burckhardt zitierte, ließ er zwangsläufig seine Meinung in bezug auf diese orientalische Religion durchschimmern. Dieser sagte: „Der Islam ist ein geistiges Gefängnis für diejenigen, die daran glauben.“ Bedenkt man, daß die Masse der ab 2015 ins Land gekommenen Asylbewerber – in Politik und Medien gern pauschal als „Flüchtlinge“ bezeichnet – Moslems sind, dann haben Sarrazins Worte eine besondere Relevanz für Mitteleuropa. Bei der Lektüre des Buches „Europas Dämme bersten“, das wie eine Chronik die unselige Entwicklung ab dem Spätsommer 2015 aufzeigt, aber auch Ursachen, Hintergründe und Auswege aus diesem Inferno, wird deutlich, daß der Zustrom kulturferner Menschen kein Zufall ist.
Für die übrigen Diskutanten waren Sarrazins Worte Wasser auf ihre islamkritischen Mühlen. So pflichtete Vizekanzler Heinz-Christian Strache dem Ex-SPD-Finanzsenator bei und erklärte lobend, es sei selten, daß er einem roten Politiker zu dessen Thesen zur Einwanderung und Islamisierung zustimmen könne. Der FPÖ-Chef griff Sarrazins Beispiel aus Berlin-Neukölln auf und stellte Vergleiche zu Wien her. Dort sei die Situation in Brigittenau, dem 20. Gemeindebezirk, ähnlich. In diesem Wiener Problembezirk gibt es derzeit 7.000 Schüler, wovon gerade einmal 450 österreichischer Herkunft sind. Ferner wies Strache darauf hin, daß in Österreichs Bundeshauptstadt schon über 150 islamische Kindergärten existierten, deren Kontrolle kaum möglich sei. Außerdem gebe es islamische Schulbücher, in denen mit unseren Grundwerten unvereinbare Inhalte vertreten seien, etwa die Forderung nach der Todesstrafe für Ehebrecher oder Betreiber gleichgeschlechtlicher Unzucht. Hier habe der Staat Handlungsbedarf.

Der Islamisierung trotzen!

Laut dem FPÖ-Chef werden in Mitteleuropa liberale Moslems von radikalen unter Druck gesetzt. Damit breite sich das Gedankengut des radikalen Islam weiter in unseren Breiten aus. Straches Credo lautete: „Der politische Islam ist der Faschismus der Jetztzeit.“ Der freiheitliche EU-Abgeordnete Harald Vilimsky ergänzte die Äußerungen Sarrazins und Straches zur Überfremdung mit einem Beispiel aus der Region Brüssel. In der Gemeinde Molenbeek könne mittlerweile der politische Islam schalten und walten, ohne daß dessen Propagandisten und Proponenten von staatlicher Seite Einhalt geboten werde. Wenn dort zum Beispiel Straftaten begangen würden, verzichte vielfach die Polizei, zum Zwecke der Ermittlungen vor Ort Recherchen vorzunehmen, weil sie vor möglichem Widerstand der islamistischen Szene zurückschrecke. Vilimsky forderte deshalb unumwunden: „Die Islamisten sollen verschwinden!“ Und bekam dafür viel Applaus.

Sodann zeigte der EU-Mandatar den Grad der Überfremdung in Belgien auf, indem er auf die hohe Geburtenrate bei den außereuropäischen Einwanderern einging. Dies zeige sich auch bei den Vornamen. Mittlerweile trage fast jedes zweite neugeborene Kind in Brüssel den Namen Mohammed. Ähnlich besorgniserregend sei es bei den Einschulungen. Die Anzahl der ABC-Schützen mit Migrationshintergrund, und zwar mit einem nichteuropäischen, nehme ständig zu. Klassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern seien nicht mehr die Ausnahme, sondern eher die Regel. Als Abgeordneter zum Europäischen Parlament, der sich regelmäßig in europäischen Großstädten, insbesondere Brüssel und Straßburg, aufhalte, bekomme er am eigenen Leib zu spüren, wie sich die Metropolen des Abendlandes zu ihrem Nachteil veränderten. Dazu gehöre auch die Ghettoisierung und damit die Bildung von Parallelgesellschaften mit all ihren negativen Begleiterscheinungen bis hin zu Ehrenmorden. Die EU-Wahl am 26. Mai müsse zum Zahltag werden.

Ex-Muslimin gegen Islam

Als letzte Diskutantin kam die aus Syrien stammende und vom Islam zum Christentum konvertierte Deutschsyrerin (deutsche Mutter, syrischer Vater) Laila Mirzo zu Wort. Die Buchautorin – ihr erstes Werk trägt den provokanten Titel „Nur ein schlechter Moslem ist ein guter Moslem“ – vertrat die Ansicht, daß der Islam nicht reformierbar sei. Den Gedanken so mancher deutscher Politiker, es könnte oder müsse ein sog. Euro-Islam entstehen, der dann mit den Werten des Abendlandes bzw. der EU vereinbar sei, verwies sie in das Reich der Utopie. Dies zeigten schließlich die Entwicklungen in zahlreichen europäischen Großstädten, wo die radikalen Elemente auf dem Vormarsch seien. Auch die Verschleierung bei den muslimischen Frauen nehme spürbar zu. Es liege auf der Hand, daß mit der Masseneinwanderung ab 2015 das Sicherheitsdefizit zugenommen habe, was besonders Frauen tagtäglich am eigenen Leib zu spüren bekämen. Es sei Aufgabe des Staates, hier keine falsche Zurückhaltung walten zu lassen.

Thilo Sarrazin im Gespräch mit dem FPÖ-EU-Abg. Harald Vilimsky, re. Maximilian Krauss (FPÖ MdL)

Sarrazin diskutiert mit FPÖ-Vertretern
Diskussion über den politischen Islam