Prof. Birg mit besorgniserregender Statistik
Bild Autor Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg

Demographische Katastrophe – unabwendbar bis 2050?

Eine Studie des renommierten Bevölkerungswissenschaftlers Herwig Birg aus dem Jahre 2008 fördert alarmierende Zahlen zutage. Danach kippt bereits gegen Ende dieses Jahrhunderts die Bevölkerung in der BRD, sofern sich nicht die Geburtenrate der einheimischen Frauen spürbar erhöht. Daß es legale Möglichkeiten der Einflußnahme des Staates darauf gibt, beweist derzeit Österreichs rechtsbürgerliche Bundesregierung.

Bevölkerungswissenschaftler werden nicht müde zu betonen, daß die Entwicklung einer Population auf Jahrzehnte im voraus zu berechnen sei. Einer von ihnen ist Univ.-Prof. Dr. Herwig Birg, der einst an der Universität Bielefeld lehrte und sich nun bereits im 80. Lebensjahr befindet. Vor gut einem Jahrzehnt, im Jahre 2008, veröffentlichte er eine Statistik für die „American Academy in Berlin“. Hierbei unterschied er zwischen zwei Populationen, nämlich der einen, welche die autochthonen Deutschen – heute teilweise auch „Bio-Deutsche“ genannt – betrifft, und der anderen, welche die Zuwanderer in die BRD repräsentieren. Birg behandelte dabei den Zeitraum zwischen den Jahren 1998 und 2100, also im wesentlichen das ganze 21. Jahrhundert. Die Ergebnisse sind erschreckend.

Besorgniserregende Prognosen

Ausgangspunkt war das Ende der Ära Kohl, 1998. Damals lebten rund 83 Millionen Menschen im Lande, wovon 74,6 Mio. autochthone Deutsche und 7,4 Zugewanderte waren. Dies entsprach einem Anteil von 9,0 % bei den Personen mit Migrationshintergrund. Im Jahre 2005 war die Einwohnerzahl Deutschlands mit 82,4 % etwas niedriger. Diese verteilte sich auf 73 Mio. „echte“ Deutsche und 9,4 Mio. Migranten, was deren Anteil an der Gesamtbevölkerung auf 11,4 % anwachsen ließ. Sodann machte Birg einen Sprung ins Jahr 2030. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, daß der Wissenschaftler den ab 2015 aufgetretenen Massenzustrom von Fremden in die BRD nicht in seine Studie miteinbeziehen konnte. Insofern sind dessen Zahlen in bezug auf den Zuwandereranteil für die kommende Jahrzehnte sogar zu niedrig angesetzt.

Die Zahlen für das Jahr 2030 zeigen eine erste Zäsur. Danach leben zu diesem Zeitpunkt nur noch 62,2 % autochthone Deutsche in der BRD und bereits 15,2 % Menschen mit Migrationshintergrund, zusammen folglich 77,4 Mio. Personen. Einen dramatischen Sprung nach unten, und zwar unter die 50-Millionen-Marke, macht die Anzahl der „Bio-Deutschen“ im Jahre 2050, wo 49 Mio. Einheimische dann schon 19 Mio. – und auf Grund des enormen Zustroms Fremder seit 2015 dürfte zu diesem Zeitpunkt die Zahl wohl schon bei über 20 Mio. liegen – Migranten gegenüberstehen werden. 30 Jahre später, anno 2080, werden sich die nur noch 53 Millionen BRD-Bewohner aus 30 Mio. Einheimischen und 23 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund zusammensetzen. Doch auf Grund der Millionenzuwanderung Fremder in den vergangenen Jahren dürften diese bereits vor 2080 zahlenmäßig mit den Deutschen gleichziehen.

Die BRD kippt schon vor 2080

Bei Birgs Statistik aus dem Jahre 2008 sind erst nach 2090 beide Bevölkerungsgruppen gleichauf. Für 2090 errechnete er eine Zahl von 25,2 Mio. „Bio-Deutschen“ und 24 Mio. Migranten, was bedeutet, daß die Gesamteinwohnerzahl der BRD mit 49,2 Mio. dann unter der 50-Millionen-Grenze läge. Und abschließend für das Jahr 2100 kam der Bielefelder Bevölkerungswissenschaftler auf gerade einmal 21,2 Mio. autochthone Deutsche und 24,9 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund. Im Lande der Dichter und Denker würden zur Jahrhundertwende lediglich 46,1 Mio. Menschen leben. Der Anteil der Personen mit fremden Wurzeln läge damit bei 54 %. Hierbei ging Birg davon aus, daß die niedrige Geburtenrate der deutschen Frauen, wie sie kurz nach der Jahrtausendwende festzustellen war, sich bis zum Jahr 2100 nicht erhöht.

Seinen Prognosen zufolge gibt es 2100 in der „fruchtbaren“ Altersgruppe der Menschen zwischen dem 20. und 39. Lebensjahr nur noch 3,5 Mio. „Bio-Deutsche“! Und unter den 0- bis 19jährigen, die 2100 laut Birg lediglich 7,1 Mio. der insgesamt 46,1 Mio. Menschen in der BRD ausmachen, befinden sich 4,6 Mio. junge „Migrationshintergründler“ und 2,5 Mio. echte Deutsche als Kinder und Jugendliche. Mit 64,8 % würde der Anteil ersterer nahezu Zweidrittel an der Gesamtzahl der unter 20jährigen betragen. Sind schon diese Zahlen mehr als alarmierend, so ist erneut darauf hinzuweisen, daß Merkels Grenzöffnung im Jahre 2015 für einen zusätzlichen Schub an Fremden sorgte, wobei die damit verbundene Familienzusammenführung Birgs Zahlen noch als verharmlosend erscheinen lassen müssen.

Trendumkehr ist möglich

Völkerrechtler gegen Begriffsverwirrung
Ein Völkerrechtler klärt darüber auf, wer Recht auf Asyl hat.

Das Schreckensszenario des Jahres 2050 – von den Jahrzehnten danach ganz zu schweigen – wäre abwendbar, wenn zum einen eine rasche Rückführung abgelehnter Asylbewerber und geduldeter „Flüchtlinge“ erfolgen würde und die Geburtenrate deutscher Frauen durch bevölkerungspolitische Maßnahmen der Regierung spürbar erhöht werden könnte. Während an ersterem die schwarz-rote Koalition arbeitet – deutliche Erfolge dürften jedoch in der Zukunft nicht zu verzeichnen sein, da internationale Bestimmungen eine Abschiebung dieser Personen verzögern bzw. sogar verunmöglichen –, ist bei Zugrundelegung der derzeit gültigen Normen in der BRD – erinnert sei nur an das Gleichbehandlungsgebot und das Diskriminierungsverbot, wonach eigene Staatsbürger nicht bevorzugt werden dürfen, wobei eingebürgerte Personen mit deutschem Paß schon rechtlich gar nicht mehr von „Bio-Deutschen“ getrennt werden können – eine einseitige finanzielle Unterstützung deutscher Frauen durch den Staat legistisch ausgeschlossen.

Es müßten demnach andere Motivationsfaktoren greifen, damit die einheimischen Frauen wieder mehr Kinder bekommen, ohne daß sich das auf die in der BRD lebenden weiblichen Wesen mit Migrationshintergrund auswirkt. Realistisch betrachtet ist es möglich, steuerliche Entlastungen vorzunehmen, indem Besserverdienende, also sog. Leistungsträger, stärker finanzielle Vorteile erhalten als Geringverdiener. Auf diese Weise könnte man viele Zugewanderte, die in der Regel weniger Einkommen als der Durchschnitt haben, von den Segnungen des Staates für Familien weitgehend ausschließen. Diesen Weg geht gerade die rechtsbürgerliche Bundesregierung in Wien – eingedenk dessen, daß einseitige finanzielle Zuwendungen an Einheimische nach EU-Recht nicht zulässig sind. Es gibt also für einen Staat durchaus gewisse legale Steuerungsmechanismen, um mittelbar die Geburtenrate der autochthonen Frauen zu heben.