Deutsche Kinder als Seltenheit
Bild Autor Mehr eigene Kinder als Ziel

Einwanderung löst nicht das demographische Problem

Die Behauptung, eine ständige Einwanderung nach Deutschland sei unumgänglich, um die Renten der nächsten Generationen zu sichern, läßt sich demographisch nicht untermauern. Vielmehr führt kein Weg an einer Hebung der niedrigen Geburtenrate vorbei, was auch eine drastische Reduzierung der Abtreibungszahlen erfordert. Nur eine pronatalistische (geburtenfördernde) Familienpolitik würde langfristig zu einer ausgewogenen Bevölkerungsstruktur führen.

Die meisten Politiker bringen die Massenzuwanderung nach Deutschland mit der niedrigen Geburtenrate in Verbindung. Abgesehen davon, daß hier Asylrecht und Familienpolitik miteinander vermengt werden, kann ein Öffnen der Schleusen und die Hereinnahme von Fremden aus aller Herren Länder nicht die Lösung der demographischen Frage sein. Dennoch predigen Politiker der Altparteien, daß die BRD auf eine ständige Einwanderung angewiesen sei. Dazu wird als vermeintliches Argument der „Fachkräftemangel“ vorgenbracht, welcher ebenfalls erfordere, die Grenzen für „qualifizierte“ Fremde zu öffnen. Dies sehen sogar Politiker der AfD so, vor allem Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels. So betonte etwa der Ex-SPD-Politiker Guido Reil, der auf Platz 2 der AfD-Liste für die Europawahl steht, daß das Land sich nicht abschotten dürfe, sondern qualifizierte Zuwanderer benötige.

Einwanderung als Trugschluß

Doch gilt es nun zu untersuchen, ob es wirklich stimmt, daß auf Grund der seit Jahrzehnten niedrigen Geburtenrate die immerwährende Immigration von Menschen nach Mitteleuropa unausweichlich ist. Auf diese Frage gab bereits vor Jahren der renommierte Bielefelder Bevölkerungswissenschaftler eine klare Antwort. Er wies nämlich darauf hin, daß mittels Einwanderung die notwendige Trendumkehr nicht zu schaffen sei. Unter Zugrundelegung unverdächtiger UNO-Zahlen erklärte der deutsche Demographiepapst, es müßten bis zum Jahre 2050 sage und schreibe 188 Millionen Menschen einwandern, damit das Durchschnittsalter in der BRD nicht weiter sinkt. Und selbst wenn man die Abtreibungsrate sofort auf Null reduzieren könnte, würde die Bevölkerungsschrumpfung erst einmal weiter fortschreiten. Die Geburtenrate hingegen stiege dann von derzeit 1,3 bzw. 1,4 Kinder pro Frau auf einen Wert von immerhin 2,1, was eine Steigerung von 50 Prozent wäre. Damit würde fast die Reproduktionsrate erreicht, was eine Ausgewogenheit in bezug auf die Geburten- und Sterberate hieße. Seit geraumer Zeit ist es so, daß in der BRD jährlich 720.000 bis 750.000 Kinder geboren und ungefähr 300.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Dies bedeutet, daß von den über eine Million gezeugten Kindern pro Jahr lediglich circa 60 Prozent zur Welt kommen. Daran ist zu sehen, wie groß das Potential ist, wenn man über einen Anstieg der Geburtenrate in Deutschland spricht. Zu berücksichtigen ist dabei noch, daß eine pronatalistische Geburtenpolitik, also eine Politik, die auf mehr Geburten abzielt, dazu führen würde, daß sich auch Frauen, welche sich bislang nicht für ein (weiteres) Kind entschieden haben und auch keine Abtreibung vorgenommen haben, dazu bewegt werden könnten, Mutter zu werden.

Abtreibung darf keine Lösung sein.
Plakat propagiert den Willen zum Kind

Formen der Bevölkerungspolitik

Das vielfach vorgebrachte „Argument“, man könne oder dürfe nicht mit Geld Einfluß auf das Geburtenverhalten nehmen, ist nicht stichhaltig. Denn erstens „zieht“ im Endeffekt Geld immer, vor allem in unserer heute kommerzialisierten Welt, und zweitens wird ja auch mittels Geldes die bisherige staatliche Bevölkerungspolitik in Form der ständigen Einwanderung Fremder reguliert. Schließlich gibt der Staat Jahr für Jahr Wahnsinnssummen aus, damit Integration „funktioniert“ und die Kollateralschäden möglichst kleingehalten werden. Man denke hierbei nur an die zahlreichen Leistungen, welche „Neubürgern“ zuteilwerden – angefangen von Eingliederungshilfen und kostenlosem Zugang zu Einrichtungsgegenständen über Gratiseintrittskarten für Fitneßstudios, Schwimmbäder und sonstige private oder öffentliche Vergnügungseinrichtungen bis hin zu üppigen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie dem sofortigen Zugang zu Sozialwohnungen. All diese materiellen Anreize zur Hebung der heimischen Geburtenrate müssen einhergehen mit einer Verbesserung des Bildes der Mutterschaft in der öffentlichen Meinung sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn viele Frauen wollen als Mütter nicht ganz auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, vor allem Alleinerziehende. In dieser Hinsicht gelang es zum Beispiel Frankreich, aber auch den skandinavischen Staaten, mehr Frauen zu einem Ja zum eigenen Kind zu bewegen. Natürlich spielt eine größere finanzielle Entlastung von Familien – Stichwort Besserstellung von Personen im Hochlohnbereich durch gezielte steuerliche Entlastung, so daß die Leistungseliten, die meist zur autochthonen Bevölkerung zählen und in der Regel über einen höheren Intelligenzquotienten verfügen, motiviert werden, sich für Nachwuchs zu entscheiden – ebenfalls eine essentielle Rolle.

Müttergehalt als Ziel

Das Aufziehen eigener Kinder muß ferner vom Staat dergestalt honoriert werden, daß dafür ein eigenes Gehalt gezahlt wird, so daß damit im Alter Versicherungszeiten gegeben sind. Denn bislang werden Frauen bestraft, welche sich aus dem Arbeitsprozeß zurückziehen und sich ihrem Nachwuchs widmen. Heutzutage gehen nämlich viele Mütter kurz nach der Geburt ihres Kindes notgedrungen wieder einer Beschäftigung außer Haus nach, um finanziell über die Runden zu kommen. Dies gilt gleichermaßen für Alleinerziehende und in einer Beziehung Lebende. Denn die hohen Lebenshaltungskosten zwingen Personen mit Kindern förmlich, nach Zusatzeinkommen zu suchen. Mit Hilfe einer Honorierung der Mutterschaft – ein Begriff, der in der veröffentlichten Meinung mittlerweile als verstaubt und rückwärtsgewandt gilt – wäre die Frau auch unabhängig vom Einkommen des Mannes und – was bei Geschiedenen und Alleinerziehenden besonders wichtig ist – auch nicht auf dieses angewiesen. Denn nicht umsonst wird in bezug auf Alleinerziehend gern von einer Armutsfalle gesprochen, in die Frauen mit Kind(ern) geraten. All diese Argumente zeigen, daß die hausgemachte Geburtenarmut und Vergreisung unseres Volkes nicht unausweichlich und unabänderbar sind, sondern daß es an der jeweiligen Politik liegt, welche Prioritäten sie verfolgt: ständige Einwanderung oder Förderung der Reproduktion durch mehr eigene Kinder.

Mutter sorgt sich um ihre Kinder
Viele Mütter möchten ihre Kinder zuhause erziehen.