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Massenmigration und die Illusion der Integration

Mit der vermeintlich hehren Forderung „Fluchtursachen bekämpfen“ ist es in puncto Eindämmung der Massenzuwanderung nach Mitteleuropa nicht getan. Das Problem ist die extrem hohe Geburtenrate im Nahen Osten und in Schwarzafrika. Der wachsende Auswanderungsdruck auf diese Staaten resultiert vor allem von der grassierenden Überbevölkerung. Daher hilft nur eine Festung Europa, zumal eine Integration dieser Menschen kaum möglich ist.

Seit der Masseneinwanderung Fremder aus Afrika und dem Nahen Osten nach Mitteleuropa – hierbei gilt der Spätsommer 2015 als Startschuß – beschäftigen sich Politiker aller Couleur verstärkt mit dem Thema Migration. Fast schon selbstverständlich wird in einem Atemzug mit dem Ausdruck „Flüchtlinge“ das Zauberwort Integration verwendet. Man suggeriert also ganz gezielt den vermeintlich alternativlosen Weg vom armen Asylsuchenden zu dem in die reiche Aufnahmegesellschaft eingegliederten Neubürger. Dabei will man am besten gleich sofort nach der Ankunft des Fremden mit den Integrationsbemühungen beginnen. An der Rechtslage jedoch sind die linken Einwanderungsfetischisten überhaupt nicht interessiert. Denn ein Zurück ins Heimatland sei doch den Betroffenen nicht zumutbar – und außerdem benötige jeder europäische Aufnahmestaat Arbeits- und vor allem Fachkräfte. Da werden dann gleich ökonomische Erwägungen mit rechtlichen vermengt, schließlich geht es ja um den „Menschen“ – Stichwort: Kein Mensch ist illegal.

Zauberformel „Fluchtursachen bekämpfen“

Da aber auch den meisten Einwanderungsbefürwortern sonnenklar ist, daß die Staaten des Abendlandes nicht alle um Asyl in Europa Ansuchenden aufnehmen können, rufen sie dazu auf, wenigstens die „Fluchtursachen zu bekämpfen“. Dieser mittlerweile zum geflügelten Wort verkommene Begriff vernebelt jedoch eine sachliche Diskussion. So stellt sich die Frage: Was sind eigentlich die Fluchtursachen? In erster Linie ist es die Überbevölkerung in Nordafrika und im Nahen Osten, die zu Perspektivlosigkeit in den dortigen Regionen führt. Experten errechneten jüngst, daß man in Afrika 30 Jahre lang Tag für Tag 55.000 neue Arbeitsplätze schaffen müßte, damit die nachrückende junge Generation ausreichend Arbeit findet – ein zweifellos hoffnungsloses Unterfangen. Also versuchen vor allem diejenigen, welche jung, robust, lernwillig und nicht ganz ohne Geld sind, ihr Glück in anderen Staaten, vornehmlich in Europa. Denn schließlich sind die Kosten für Schleuser und Schlepper nicht gerade gering. Da muß nicht selten die Sippe ihre Habseligkeiten verkaufen oder sich hoch verschulden, damit ein Sohn ins gelobte Paradies jenseits des Mittelmeeres aufbrechen kann.
Es war übrigens der US-amerikanische Demograph Gary Fuller, der Mitte der 1990er Jahre im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA eine fundierte Studie vorlegte, welche den Zusammenhang zwischen globalen Krisenherden und Bevölkerungsentwicklung aufzeigte. Hintergrund war das Bestreben, die – meist militärischen – Konfliktlinien der Zukunft für die USA zu ermitteln. Hierbei verglich er die Alterspyramiden der einzelnen Länder und legte den Fokus auf diejenigen Staaten, bei denen die Gruppe der 15- bis 24jährigen mindestens 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik Deutschland liegt dieser Anteil gegenwärtig bei knapp zehn Prozent, während in 40 islamischen und schwarzafrikanischen Staaten dieser bei 30 Prozent und mehr liegt. Daß solche Staatswesen, die vielfach arm sind, allenfalls einem kleinen Teil ihrer jungen Generation eine berufliche Perspektive bieten können, liegt auf der Hand. Das Verlassen der Heimat stellt damit für viele eine Option dar, zumal die Massenmedien über die üppigen Sozialleistungen in West-, Mittel- und Nordeuropa und das dortige „Paradies“ berichten.

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Problem Bevölkerungsexplosion

In Deutschland war es der Soziologe Gunnar Heinsohn, der mit seinem Werk mit dem bezeichnenden Titel „Söhne und Weltmacht“ im Jahre 2003 die Thesen Fullers aufgriff und in Mittteleuropa bekanntmachte. Dabei betonte er die Bedeutung der vielen jungen Männer, in denen andere Länder, insbesondere auch die späteren Aufnahmestaaten, eine Bedrohung sehen. Davon zeugen nicht zuletzt regionale Konflikte in Nordafrika und dem Nahen Osten, die – angefangen von lokalen Grenzscharmützeln – bis hin zu Kriegen auf Grund ethnischer oder religiöser Spannungen oder nur gewünschter Ausdehnung des eigenen Machtbereichs führen. In diesem Zusammenhang seien die instabilen Staaten Afghanistan, Irak, Jemen, Syrien und Libyen genannt. Wirft man dabei einen Blick auf deren Geburtenraten, dann stellt man fest, daß diese weit höher liegen, als es in den vergangenen sechs Jahrhunderten in Europa jemals der Fall gewesen ist. So wird etwa die Bevölkerung Ägyptens von derzeit 85 Millionen auf 130 Millionen im Jahre 2050 anwachsen und die Tansanias im selben Zeitraum von 45 auf 110 Millionen, die des Sudan von 34 auf 91 Millionen und die Nigers von 17 auf 58 Millionen, was mehr als eine Verdreifachung bedeutet. Doch am drastischsten in absoluten Zahlen offenbart sich der Bevölkerungszuwachs im einwohnerreichsten Staat Afrikas, in Nigeria. Dort werden 2050 nämlich 400 Millionen Menschen leben, was im Gegensatz zum Jahr 2018 (190 Millionen) mehr als eine Verdoppelung bedeutet.
Heinsohn legte auch die bestehenden Zahlen für den Nahen Osten dar. So betrug die Einwohnerzahl Syriens im Jahre 1950 gerade einmal drei Millionen, während sie 2010 schon 21 Millionen ausmachte. Und in Jemen wohnten 1950 nur 4,3 Millionen Menschen, heute sind es schon über 24 Millionen, was einen Anstieg von nahezu 500 Prozent bedeutet. Auf Deutschland bezogen, hätte das zur Folge, daß dort etwa 480 Millionen Menschen leben müßten. Laut vorsichtigen Prognosen wird der Jemen im Jahre 2050 über 53 Millionen Bewohner, also mehr als doppelt soviel wie gegenwärtig, beherbergen. Doch dort herrscht jetzt schon Bürgerkrieg, die Versorgungslage ist bereits angespannt. Wie soll sich da bei steigender Bevölkerungszahl die Lage bessern? Und blickt man insgesamt auf die islamische Welt, so stellt man fest, daß sich deren Einwohnerzahl binnen eines Jahrhunderts – von 1900 bis 2000 –, also in nur fünf Generationen, von 150 Millionen auf 1,2 Milliarden Menschen verachtfacht hat. Heinsohn nannte diesen Umstand das Schaffen von Fakten via Leintuch, womit die muslimischen Länder das „Siegesbanner der Fortpflanzung“ vor sich hertrügen.

Problem Schwarzafrika

Betrachtet man die Rangliste der zehn Länder mit den höchsten Geburtenraten der Welt, dann stößt man auf neun afrikanische und einen asiatischen Staat, nämlich Afghanistan. So liegt in den schwarzafrikanischen Länder Niger, Mali, Tschad, Somalia und Uganda die Geburtenrate bei sechs bis sieben Kindern pro Frau. Dies bedeutet, daß der schwarze Kontinent Woche für Woche um nahezu eine Million Menschen wächst, was pro Jahr 40 bis 50 Millionen Menschen ausmacht. Geht man nun – konservativ berechnet – von nur einem Zehntel der Gesamtbevölkerung dieser Länder aus, die nach Europa, speziell in die Staaten, welche die höchsten Sozialleistungen gewähren – und dies sind zuvörderst Deutschland, Österreich und Schweden – auswandern wollen, dann kann man sich etwa vorstellen, welche gigantischen Menschenmassen sich in Bewegung setzen werden. Diese immerwährende Immigration wird mit der Zeit die Sozialsysteme der Aufnahmestaaten kollabieren lassen, weil immer weniger Einheimische für immer mehr Fremde als Kostgänger des Staates aufzukommen haben.

Das vermeintliche Zauberwort Integration hilft dabei aber auch nicht weiter.

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Was schon vor Jahrzehnten bei der dritten und nun vierten Generation der eingewanderten Türken nicht richtig gelungen ist, wird bei den kulturferneren Arabern und Schwarzafrikanern noch weniger gelingen, die ja jetzt schon – mit wachsender Zahl – Parallelgesellschaften in Europa bilden.

Die Eingliederung von Menschenmassen aus anderen Kontinenten gestaltete sich schon immer schwierig. Wenn es dabei noch ein Bildungsgefälle und grundlegend andere Wert- und Moralvorstellungen gibt, ist Integration abwegig. Auswanderung ist nur ganz selten ein Ausdruck von absoluter Armut, sondern vielmehr ein Zeichen der Erwartung, die eigene Lebenslage entscheidend verbessern zu können. Solange ein Wohlstandsgefälle zwischen Industrie- und Entwicklungsländern besteht, erhöht jegliche Verbesserung der Situation vor Ort den Migrationsdruck. Es gibt daher keine Alternative zu einer Festung Europa!