Neues islamkritisches Buch von Sarrazin
Bild Autor Sarrazin mit neuem Buch

Sarrazins Warnungen vor muslimischer Einwanderung

Der Berliner Bestseller-Autor Thilo Sarrazin warnte bei der Präsentation seines neuen Buches „Feindliche Übernahme“ in Wien vor den Auswirkungen muslimischer Zuwanderung. Dabei nahm er den Koran ins Visier und leitete daraus Thesen ab. Auf Grund der demographischen Entwicklung hätten die europäischen Staaten nur noch wenig Zeit, da in einer Demokratie die Mehrheit entscheide. Er hofft darauf, daß der Islam einen Wandel wie das Christentum am Ende des 19. Jahrhunderts durchmacht, als die Aussagen in der Bibel fortan nicht mehr wörtlich ausgelegt wurden. So steht Sarrazin eigenen Aussagen zufolge in ständigem Austausch mit liberalen Moslems. Eine Religion ist in seinen Augen nur dann vereinbar mit den Grundfesten eines Staates, wenn sie dessen Wertesystem akzeptiert und nicht gegen fundamentale Grundsätze des Zusammenlebens wie etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau und den Primat der Politik gegenüber der Religion verstößt.

Wenn es eine ernstzunehmende Stimme in deutschen Landen gibt, die in puncto Einwanderung sachlich und fundiert dazu Stellung nimmt, also deren Gefahren für die autochthone Bevölkerung und das Staatswesen aufzeigt, dann ist es Thilo Sarrazin. Der ehemalige Berliner SPD-Finanzsenator, der danach im Vorstand der Deutschen Bundesbank saß, besticht in seinen sauber recherchierten und stets sachlich gehaltenen Büchern zu Fragen von Geburtenarmut, Migration und Islamisierung durch eine klare Sprache und logische Schlußfolgerungen. Polemik ist ihm dabei fremd, so daß seine Gegner es sehr schwierig haben, ihm sog. Fake-News oder gar Hetze zu unterstellen. Für ihn spricht auch, daß er seit dem Erscheinen seines ersten Buches „Deutschland schafft sich ab“ im Jahre 2010 noch nie wegen einer Aussage in seinen Werken verurteilt wurde und so auch nichts ändern mußte.

Großer Auftritt in Wien

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Thilo Sarrazin sein neuestes Buch, das den Titel „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ trägt und aktuellen Statistiken zufolge schon über 270.000mal verkauft wurde. Es stand sogar sechs Monate lang auf der Bestsellerliste des „Spiegel“ und stieg zum bestverkauften Sachbuch der Republik auf. Dies stellt insofern einen großen Erfolg dar, als sich für dieses islamkritische Werk kein etabliertes Medium – sei es eine Zeitung oder eine Fernsehanstalt – starkgemacht hat. Für die FPÖ war diese stolze Bilanz ein Anlaß, Sarrazin wieder einmal zu einem Vortrag nach Wien einzuladen. Er hatte nämlich in den vergangenen Jahren bereits mehrmals Auftritte bei den Freiheitlichen gehabt und somit nie Berührungsängste zu der rechten Partei in der Alpenrepublik gehabt, die seit Ende 2017 in der Regierung sitzt. Eingeladen hatte diesmal die FPÖ-nahe Freiheitliche Akademie Wien.
Der Zuspruch war riesig und zeigte das große Interesse der Menschen in Österreichs Bundeshauptstadt am Thema Islam und Islamisierung. Über 600 Zuhörer waren gekommen, um den Thesen des früheren SPD-Politikers zu seinem Buch zu lauschen. Mit ihm saßen FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und der EU-Abgeordnete Harald Vilimsky (FPÖ), seines Zeichens Spitzenkandidat seiner Partei zur Europawahl, sowie die syrische Islamkritikerin Laila Mirzo am Podium. Bei seinen Ausführungen zu seinem neuen Werk erwähnte der Gast aus Berlin auch den Widerstand etablierter Politiker, vor allem seiner Partei, gegen seine Person, wenn es um Auftritte in Deutschland ging. Das, was bislang nur rechten Vereinigungen und Parteien widerfahren ist, bekommt nun der Altpolitiker der SPD am eigenen Leib zu spüren: Säle werden gekündigt oder unter fadenscheinigen Vorwänden als unbenutzbar deklariert wie etwa im Mainzer Schloß. Da wurde einfach von den Verantwortlichen behauptet, es gebe momentan kein Wasser dort.

Streng wissenschaftliche Analyse

Interessanterweise steckte hinter dieser Kampagne eindeutig der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, ein SPD-Mann. Sarrazin ließ sich jedoch von solchen Störmanövern nicht behindern und fand stets rechtzeitig Ersatzlokalitäten. Er betonte dabei, daß es zumeist in staatlichem oder städtischem Eigentum befindliche Räumlichkeiten waren, die ihm gekündigt worden waren – ein deutliches Zeichen dafür, daß die hohe Politik dahintersteckt, so der 74jährige. Dieser hob ferner hervor, daß er auch Zuspruch bekommen habe, zum Beispiel von ausländischen Journalisten, die in der permanenten Zuwanderung von Menschen aus dem islamischen Kulturraum keineswegs – wie die Masse ihrer bundesdeutschen Kollegen – eine Bereicherung sehen.
Für Sarrazin war es wichtig zu betonen, daß er nicht von vorgefertigten Thesen ausgeht, die er zu verifizieren sucht, sondern Arbeitshypothesen aufstellt, die er nicht selten in Frage stellt und verändert. Er orientiere sich an den Ergebnissen seiner Studien und nicht an Klischees oder Wunschvorstellungen. Daher stelle er nur solche Behauptungen auf, die er auch belegen und beweisen könne, sagte der Buchautor. Außerdem merkte er an, daß er auch keine Verallgemeinerungen in bezug auf Menschen oder eine Religion vornehme, sondern nur Entwicklungen darlege. Am Anfang seiner Recherche beschäftigte sich Sarrazin intensiv mit dem Islam, was so aussah, daß er ihn komplett las. Hierbei nahm er eine Übersetzung zur Hand, die schon in den 1960er Jahren entstand, und zwar von Rudi Paret.

„Die muslimische Religion ist das Problem!“

Das Buch „Feindliche Übernahme“ beschäftigt sich im ersten Kapitel mit dem Islam als Religion. In den Augen Sarrazins ist das Werk Mohammeds nicht logisch gegliedert und deshalb bisweilen schwer zu begreifen. Dessen Aussagen sind nach Einschätzung des Bestseller-Autors aber meist eindeutig und lassen wenig Auslegungsspielraum zu. Vielfach enthalte der Koran Anweisungen an die Gläubigen, welche diese zu befolgen hätten. Bereits im 19. Jahrhundert kritisierte der Schweizer Kulturgeschichtsexperte Jacob Burckhardt diese Religion, war aus dem Munde Sarrazins zu hören, der sodann auf das zweite Kapitel seines Werkes einging. Darin geht es um die Geschichte der islamischen Welt. Betrachtet man die Zeit seit dem 7. Jahrhundert, dann stellt man fest – so der Autor –, daß in Gebieten, die von Moslems erobert wurden, Anhänger einer anderen Religion nie gänzlich gleichberechtigt waren. Mit der Unterstellung, der Islamkritiker betreibe Gotteslästerung, werde die Meinungsfreiheit beschnitten.

Mit den Defiziten islamischer Gesellschaften setzt sich das dritte Kapitel des Buches auseinander. Hierzu zählen nach Sarrazins Ansicht die nicht bestehende Trennung von Kirche und Staat sowie der Aspekt „Gottesstaat“. Denn im Islam ist eine Staatlichkeit ohne Allah nicht denkbar. Dies führt nach Meinung des Ex-SPD-Politikers zu Fehlentwicklungen in wirtschaftlicher Hinsicht und letztlich auch zu Minderwertigkeitskomplexen in diesen muslimischen Gesellschaften. Und im vierten Kapitel geht es um die Moslems, die in Europa wohnen und deren Integrationsfähig- und -willigkeit. Hierbei vergleicht der Buchautor diese mit anderen Zuwanderergruppen, etwa Vietnamesen, Polen und Rußlanddeutschen.
Sein Ergebnis läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Die nichtmuslimischen Migranten sind in der zweiten und dritten Zuwanderergeneration durchwegs besser integriert als sämtliche Moslems, die ins Land kamen. Laut Sarrazin ist daran die Religion schuld. Bei den muslimischen Frauen bleibt auch in der vierten Generation die Geburtenrate unverändert hoch, was für die demokratischen Aufnahmestaaten sehr problematisch sei. Im fünften und letzten Kapitel stellt der Buchautor mögliche Gegenmaßnahmen vor, um die Islamisierung zurückzudrängen. Die Zeit dränge aber. Sein Credo zu dieser Causa formulierte Sarrazin so: „Die unverzichtbare Änderung des Islam ist die Aufgabe der Muslime selbst.“