Bemerkenswerte Buchbesprechung bei Helmut Müllers Klartext

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Der Publizist Helmut Müller hat auf seinem Blog eine sehr ausführliche Buchbesprechung von „Europas Dämme bersten. Ursache, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis“ veröffentlicht. Müller hat sich vor allem als langjähriger Schriftleiter des „Eckartboten“(seit 2003 „Der Eckart“) einen Namen gemacht. Er gilt nicht nicht nur als exzellenter Schreiber, sondern auch als kritischer Geist und Querdenker. Nachfolgend seine Rezension vom 9. 1. 2018:

Anlässlich des Ende 2017 erschienen Buches gleichen Titels, das nicht nur dem Gutmenschentum wenig gefallen wird, aber dem dennoch weite Verbreitung zu wünschen ist.

Meilensteine politischer Verantwortungslosigkeit: Verfassungsbruch, offene Grenzen, Migranten-Kriminalität, Parallelgesellschaften, Bevölkerungsaustausch, Chaos. Oder: Etappen auf dem Weg zur europäischen Jahrtausend-Katastrophe. Oder: Vorleistungen am Opfertisch der Herren der Neuen Weltordnung. Die von der Politik  und Vertretern eines neuen Biedermeier im Grunde hingenommene bis geförderte Entwicklung fordert aber längst Widerstand heraus. Noch nicht genug allerdings. „Aufnehmen, schützen, fördern und integrieren“ ist in Einzelfällen angebracht und sinnvoll, aber so pauschal wie Kirche, Politik und Industrie es sich in trauter Gemeinsamkeit insgeheim vorstellen ist es ein Unsinn.

Um diesen Unsinn zu rechtfertigen, werden jene, die darauf aufmerksam machen und radikale Abkehr von einem verhängnisvollen Kurs fordern, im Namen einer besonderen Menschlichkeit natürlich, verunglimpft und nachweislich auch schon bedroht und verfolgt. Letzteres wäre ja für Hellhörige schon ein Grund den Anliegen und Argumentationen der Immigrations-Lobby nicht lammfromm zu folgen. Im Übrigen sollte man  sich besonderen Orts darüber klar werden, dass durch vermehrte Immigration und Überbelastung die Hilfsbereitschaft der Menschen eher geschmälert denn gefördert wird.

Obzwar es stimmt, dass nicht alles falsch ist, was dann und wann von linken oder liberalen Eiferern festgestellt oder gefordert wird, so ist es ebenso richtig, dass nicht alles  was ihre politischen Gegner  sagen oder publizieren Mumpitz sei.  Gerade in der Frage der Überfremdung, die Identität und Kultur einer autochthonen Bevölkerung gefährdet, treffen diese angeblichen „Ausländerfeinde“, von gelegentlichen Fehlsch(l)üssen abgesehen, öfters ins Schwarze  als ihre in dieser Hinsicht mit ideologischen Scheuklappen ausgestatteten Lieblingsfeinde es vermöchten.

Nun ist von rechter Seite ein Buch auf dem Markt erschienen, das, wie zu erwarten, es wohl kaum in die Bestseller-Liste des Spiegels schaffen wird.. Die von einer namentlich nicht bekannten  Autorenschaft stammende und von einem Alt-Recken des deutschnationalen Lagers herausgegebene Zusammenfassung der „Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis“ ist es aber  wert, beachtet und diskutiert zu werden. Da werden nämlich Ross und Reiter benannt, vor allem die im Hintergrund stehenden Mächte und ihre NGOs vorgeführt, wobei die „Geschäfte der Caritas“ nicht zu kurz kommen.

Wenn nun etwa im Zusammenhang mit dem Flüchtlings-Tsunami und als Folge dessen  „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ nicht nur dem Papst „Anlass zu großer Sorge“ geben,  so sollten die Besorgten in Staat und Gesellschaft die in diesem Buch hervorragend dokumentierten Ursachen und Hintergründe sich mehr zu Herzen nehmen. Dabei sind für die Mehrheitsbevölkerungen vor allem in Westeuropa die Folgeschäden der Massenimmigration noch gar nicht ganz abzusehen. Statt nun aber Wutbürger zu verurteilen,  stünde es dem Gutmenschentum besser an, dem Gemeinwohl der Autochthonen dienende, dem gesunden Menschenverstand brauch- wie machbar erscheinende  Lösungen aufzuzeigen.

Doch mit einem breiten Angebot an Migrationslügen, unter anderem zu Pension und Integration, wird weiter versucht, die angeblichen Vorteile der Masseneinwanderung mit gehörigem moralischem Druck schmackhaft zu machen.. So wird etwa beim Thema Pension gerne außer acht gelassen, dass bei weiterer Zuwanderung Fremder nicht nur deren Qualifikation und Produktivität von Bedeutung sind, sondern auch die späteren „Grundhaltungen einer durchmischten Bevölkerung“ und die dann noch vorhandene Qualität der Infrastruktur. Um mehr Klarheit darüber zu gewinnen, genügte ein Blick in einige außereuropäische Herkunftsländer der Migranten.

Es ist ja gewiss kein Zufall, dass die Stimmen jener Schwarzafrikaner sich mehren, die die Vorzüge der einstigen Verwaltung ihrer Länder durch Europäer  über den grünen Klee loben: Ordentliche Infrastruktur, funktionierendes Gesundheitswesen, ausgezeichnete Schulen usw. vermisse man heute, vernimmt man. Warum sollten wir Europäer dann  afrikanische oder orientalische Kultur, so faszinierend die eine oder andere sein mag, bei uns implantieren? Was aber über kurz oder lang bei weiterer Zuwanderung aus diesen Regionen nicht zu vermeiden wäre. Einer multikulturellen Utopie hatte ja selbst  Huntington ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

Wo kein gemeinsamer kultureller Nenner, da gibt es eben auch kein gemeinsames Ziel. Daran werden auch keine Milliarden verschlingende Integrationsprogramme etwas  ändern. Politiker wie auch naive oder berechnende Asyl-Aktivisten sollten, meine ich, endlich Farbe bekennen und sich klar und deutlich für oder gegen das Chaos aussprechen. Den Gegnern eines solchen aber wird in dem vorliegenden Buch nahegelegt, zu ihren antiken Wurzeln und noch viel weiter zurück zu gehen, „um sich aus der Kraft einer vieltausendjährigen Geschichte neu zu finden und zu regenerieren“. Wiederentdeckung des eigenen Wesens. Widerstand auf der geistigen Ebene also. Vorerst jedenfalls. Was sollte dagegen sprechen?

Für Autochthone stellt sich also die Kernfrage: Über Generationen gewachsene heimische Kultur und Art, damit auch soziale und kulturelle Tugenden,  oder Multikultur nach Vorgabe eines Mister Soros? Naturwissenschaftler haben immer wieder auf die Folgen des Einzuges ethnischer, sprachlicher und kultureller Heterogenität in sprachlich-kulturell homogene Regionen hingewiesen und gewarnt. Die Folgen betreffen nicht nur die Noch-Mehrheitsgesellschaft. Denn mit in ihren Regionen untereinander verfeindeten Nachbarn importiert Europa  „mutwillig schwere soziale, kulturelle und nationale Konflikte“

Das wissen auch die politisch Verantwortlichen und nehmen es in verantwortungsloser Weise dennoch in Kauf, dass die Migrantenströme als Waffe gegen Europas Kulturen und Identitäten  eingesetzt werden. Wobei sich der Verdacht aufdrängt, dass Wischi-Waschi-Asylgesetze dazu als trojanisches Pferd dienen. Europa befinde sich am Scheideweg heißt es in dem hier erwähnten Buch. Dem ist nur beizupflichten. Ob aber 2015 die Europäer tatsächlich aus ihrer Lethargie geweckt hat, wie angemerkt wird, kann wohl erst in einigen Jahren endgültig beantwortet werden. Im Tiefschlaf befinden sie sich allerdings nicht mehr. Das ist schon etwas.

Den Autoren gelang insgesamt ein beachtlicher Wurf in dem sie nicht nur das Jahr 2015 sondern die gesamte über Jahrzehnte eingeleitete bedrohliche Entwicklung  in einen größeren Zusammenhang zu stellen vermochten.. Doch eines ist dabei auffällig: es geht ihnen  nicht wie so vielen anderen um einen „Abwehrkampf für den Erhalt des christlichen Abendlandes“. Ihrer Meinung nach hätten die christlichen Kirchen  und Organisationen Mitschuld an der über uns hereingebrochenen Katastrophe. Diese Feststellung wird nicht allen gefallen, sollte aber kein Hindernis für eine offene Diskussion sein. Vor allem für Demokraten.