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Das Bündnis „Zukunft Heimat“ (1)

Die Geburtsstunde von „Zukunft Heimat“ liegt in jener Zeit des Jahres 2015, in der überall nach Möglichkeiten gesucht wurde, massenhaft Einwanderer unterzubringen, die gemeinhin als „Flüchtlinge“ bezeichnet werden. So auch in dem kleinen Brandenburger Dorf Zützen mit etwa 350 Einwohnern, in dem ein leerstehender Wohnkomplex mit 24 Wohnungen geeignet schien.

Investoren der Asyl-Industrie

Diese vier Wohnblöcke waren zuvor von der Firma „Tropical Island“ zu touristischen Zwecken genutzt worden, der wirtschaftliche Erfolg aber offenbar zu gering und daher der Verkauf an einen „Investor“ für die Firma sicherlich eine glückliche Fügung. Dies aber gilt auch für den „Investor“, denn dieser verfügte jetzt über eine mehr als sichere Einnahmequelle, indem er sich großzügig bereit erklärte, diese Wohnungen für den Landkreis Dahme Spreewald zur Verfügung zu stellen, der im Jahr 2015 vor der Aufgabe stand, über 700 Afrikaner und Asiaten unterzubringen. Davon alleine in Zützen nun etwa 120 Personen.

Einwohner wurden vor vollendete Tatsachen gestellt

Als diese Pläne bekannt und endlich auch die Einwohner zu einer „Informationsveranstaltung“ geladen wurden, wurde schnell klar, dass das Ergebnis längst feststand. Hatte man noch wochenlang zuvor verlauten lassen, die Verhandlungen (mit dem „Investor“) seien längst nicht abgeschlossen und daher sei noch alles offen, stellte sich nun schnell heraus, dass der Landkreis auf diese Wohnungen angewiesen war und die „Verhandlungen“ sich vermutlich alleine auf zahlreiche Klauseln des Vertrages und die Höhe des Profites bezogen.

Doch über die „Informationsveranstaltung“ berichtete dann die örtliche Presse „100 Flüchtlinge sind den Zützenern“ zu viel, nur die Vertreter des Landkreises und der Pfarrer zählten zu den Befürwortern.

30. Juni 2015: „Pro Zützen“ geht erstmals auf die Straße

Als die ersten Gerüchte in Zützen bekannt geworden waren, gründete sich dort die Bürgerinitiative „Pro Zützen“. Am 30. Juni 2015 meldete „Pro Zützen“ einen Demonstrationszug von Zützen nach Golßen und dort eine Kundgebung an, an der sich etwa 250 Einwohner der näheren Umgebung beteiligten.

Journalistische Kesseltreiben gegen Einheimische

Schon im Vorfeld setzte das bekannte journalistische Kesseltreiben zu den „fremdenfeindlichen Umtrieben“ ein und lockte nun auch Teilnehmer der umliegenden Städte Lübben, Luckau, Mittenwalde und Königswusterhausen an, die sich in ihren Regionen ebenfalls schon mit der organisierten  Zwangsansiedlung von Afrikanern und Asiaten konfrontiert sahen.

So wurde den Initiatoren von „Pro Zützen“ um Christoph Berndt schnell klar, dass ihr Anliegen besser mit einer größeren Vernetzung in der Region vertreten werden konnte und gründeten gemeinsam den Verein „Zukunft Heimat“, in dem wiederum Christoph Berndt eine maßgebliche Rolle einnahm.