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USA: Tabuthema schwarze Kriminalität(1)

Die Bilder von Barack Obama oder die glücklichen Ehen zwischen Weißen und Schwarzen in Hollywoodfilmen vermitteln ein Bild der USA, in dem weiße und schwarze Menschen friedlich zusammenleben. Die Wahrheit sieht nicht immer so aus, während Schwarze in den USA 13% der Bevölkerung darstellen, sind 40% aller Häftlinge Schwarze. Weiße stellen, mit einem Anteil von 70% an der Bevölkerung gerade mal 39% der Häftlinge.

Statistiken sprechen eine klare Sprache

Somit überholen die 13% der Schwarzen bei der Kriminalität die 70% der Weißen – und das obwohl Schwarze seit mehreren Jahrhunderten Teil der US-Bevölkerung sind und spätestens seit den 1960er Jahren des vorigen Jahrhunderts überall gleichberechtigt sind.

Seit geraumer Zeit laufen in den USA Kampagnen, die versuchen Schwarze als Opfer von „Rassismus“ darzustellen. Permanent werden weiße Polizisten von den Mainstream-Medien beschuldigt, schwarze „Jugendliche“ ungerechtfertigt als Kriminelle zu behandeln, dabei sei es quasi nur der weiße Rassismus, der sie auf die schiefe Bahn bringe. Nun ist dieser politische Kampfbegriff in den letzten Jahrzehnten zu einer ähnlichen Totschlagvokabel aufgebaut worden wie vormals „Faschismus“ und das gleichsam alles wie nichtssagende Gruselwort „Nazi“.

Über Rasse darf in Nordamerika gesprochen werden

In Nordamerika selbst ist die Beschäftigung mit dem Tabuthema Rasse bis zum heutigen Tage nicht annähernd so geächtet und unmöglich wie dies in Mitteleuropa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges der Fall war und nach wie vor ist. Wenn es hierzulande überhaupt noch ernstzunehmende wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Rasse gab, handelte es sich in den letzten sieben Jahrzehnten zumeist um Übersetzungen angloamerikanischer Wissenschaftler: So z.B. John R. Baker, „Die Rassen der Menschheit“ (DVA 1976) oder J. Phillipe Rushton, „Rasse, Evolution und Verhalten“ (Ares 2005).

Auf universitärem Boden gibt es bis heute jenseits des Atlantiks eine Rassenforschung und auch namhafte Anthropologen, die nicht nur selbstverständlich von der Existenz von Rassen ausgehen, sondern diesen auch abstammungsbedingte Eigenschaften zumessen. Gerade in den USA gab es große und breit angelegte grundsätzliche Untersuchungen, die wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse ermöglicht haben, die politisch nicht so leicht vom Tisch zu wischen sind. Allen voran ist hier das monumentale Werk von Charles Murray und Richard Herrnstein, „The bell curve“ zu nennen.

Kontroverse Diskussionen über „The bell curve“

Diese dickleibige Studie, die enorm viel statistisches Material über lange Zeiträume verarbeitet hat, wurde Mitte der Neunziger Jahre nicht nur intensiv auf akademischen Boden diskutiert, sondern auch breit und kontrovers in der amerikanischen Öffentlichkeit. Die Grundaussage, dass mit einem Rückgang des weißen Anteils die Leistungsfähigkeit der USA sinken würde, der Zusammenhalt dieses Staates und seiner Gesellschaftsordnung erodieren würden, hat sich indes in den letzten 20 Jahren bewahrheitet.